Wer ein Boxspringbett kauft, kauft kein Gestell mit beliebiger Matratze darauf, sondern ein System aus mehreren Lagen. Welche Matratze dazu gehört, entscheidet darüber, ob sich das Bett am Ende so anfühlt, wie Sie es beim Probeliegen erlebt haben.
Inhalt
- Was ist eine Boxspringmatratze?
- Welche Matratze passt auf ein Boxspringbett?
- Härtegrad: soft, medium oder fest?
- Wendbar oder Pillow Top?
- Braucht ein Boxspringbett einen Topper?
- Kann man eine Boxspringmatratze in ein normales Bett legen?
- Die richtige Höhe für Bettwäsche
- Fazit: Matratze und Boxspring gehören zusammen
- Häufige Fragen
Was ist eine Boxspringmatratze?
Ein Boxspringbett besteht aus drei Lagen: dem gefederten Unterbau (dem eigentlichen Boxspring), der Matratze darauf und meist einem Topper als Abschluss. Die Matratze in der Mitte wird oft Boxspringmatratze oder Obermatratze genannt. Sie ist in der Regel eine Federkernmatratze, die auf das Federsystem im Unterbau abgestimmt ist. Unter- und Obermatratze federn zusammen, so entsteht das doppelte Dämpfungspotenzial, das ein Boxspringbett von einem Rahmenbett mit Lattenrost unterscheidet. Mehr dazu lesen Sie in Boxspring: kleine Kiste, große Wirkung.
Welche Matratze passt auf ein Boxspringbett?
Die kurze Antwort: eine Taschenfederkernmatratze. Kaltschaum- oder Latexmatratzen ohne Federn liegen zwar auch auf einem Boxspring, nehmen dem System aber seine Stärke, denn die zweite Federebene fehlt. Beim Taschenfederkern sind die Stahlfedern einzeln in Stofftaschen eingenäht und geben punktgenau nach. Schultern und Becken sinken tiefer ein, der Rest des Körpers wird gestützt, die Wirbelsäule bleibt gerade. Wie das im Detail funktioniert, erklärt der Beitrag Taschenfederkern: das Herz jeder guten Matratze.
Worauf Sie beim Federkern achten sollten
- Federn pro Quadratmeter: Mehr Federn bedeuten eine feinere Anpassung. Die King Koil Continental arbeitet mit 260 Federn pro m², die Continental Deluxe mit zwei Reihen und 520 Federn pro m².
- Zonen: Ein 5-Zonen-Federkern ist an Schultern, Becken und Beinen unterschiedlich fest und stützt dort, wo der Körper es braucht.
- Kantenstabilität: Gute Matratzen tragen auch am Rand. Avebury verstärkt die Kanten mit dem SupportEdge-System, damit die Liegefläche bis zur Kante nutzbar bleibt.
- Polsterung: Über dem Federkern liegen Füllungen aus Kaltschaum, Baumwolle, Wolle oder bei hochwertigen Modellen Kaschmir und Seide. Sie bestimmen, wie sich die Oberfläche anfühlt und wie gut die Matratze Feuchtigkeit abgibt.
Härtegrad: soft, medium oder fest?
Der Härtegrad hängt vom Körpergewicht, der Schlafposition und dem persönlichen Empfinden ab. Seitenschläfer brauchen meist mehr Nachgiebigkeit an der Schulter, Rücken- und Bauchschläfer eher etwas mehr Halt. Bei King Koil gibt es die Continental-Modelle zum Beispiel als Metropolitan (medium) und Fairmont (fest), bei Sleep Sense reicht die Auswahl von Dallas (soft) bis Boston (fest). Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie im Ratgeber Soft, Medium oder Firm.
Der beste Härtegrad ist der, auf dem Sie nach zehn Minuten Probeliegen vergessen, dass Sie liegen.
Wendbar oder Pillow Top?
Klassische Boxspringmatratzen wie die King Koil Continental sind wendbar: Man dreht sie regelmäßig, damit sie gleichmäßig beansprucht werden. Eine Alternative sind Pillow-Top-Systeme, bei denen der Topper fest mit der Matratze vernäht ist. Bei Sleep Sense ist das so gelöst: Das Liegegefühl steht ab dem ersten Kontakt, nichts verrutscht. Welche Bauart zu Ihnen passt, lesen Sie in Pillow Top oder wendbare Matratze.
Braucht ein Boxspringbett einen Topper?
Der Topper ist die oberste Komfortschicht. Er sorgt für das Einsinken beim ersten Körperkontakt, schützt die Matratze und lässt sich bei manchen Modellen waschen. Bei vielen Boxspringbetten gehört er fest dazu, etwa bei der King Koil Hotel Kollektion, die mit Taschenfederkernmatratze und Komfort-Topper kommt. Welche Topper es gibt, von Baumwolle über Naturlatex bis Seide und Kamelhaar, zeigt der Ratgeber Topper.
Kann man eine Boxspringmatratze in ein normales Bett legen?
Grundsätzlich ja, aber nicht jede. Eine klassische Obermatratze ist für das Zusammenspiel mit einem gefederten Unterbau gebaut. Auf einem Lattenrost fehlt ihr diese zweite Federebene. Es gibt jedoch Matratzen, die genau dafür gemacht sind:
- Die Best Spring All-in-One vereint alle Lagen eines Boxspringbetts in einer Matratze und bringt das Boxspring-Gefühl auf Rahmenbett, Lattenrost oder vorhandenes Boxspringbett.
- Die Pillow-Top-Matratzen von Sleep Sense haben einen festen Boden und liegen ebenso auf einem Lattenrost wie auf einem Bettkasten oder Boxspring-Unterbau.
Die richtige Höhe für Bettwäsche
Ein oft übersehener Punkt: Boxspringmatratzen sind hoch, oft um die 30 cm, mit Topper schnell 40 cm. Handelsübliche Spannbettlaken passen dann nicht mehr. Achten Sie auf Spannlaken für hohe Matratzen, mehr dazu in Spannbettlaken: Jersey oder Satin.
Fazit: Matratze und Boxspring gehören zusammen
Die beste Matratze für ein Boxspringbett ist eine Taschenfederkernmatratze, die auf den Unterbau abgestimmt ist, im passenden Härtegrad und mit einem Topper, der zu Ihrem Schlafklima passt. Weil das Zusammenspiel entscheidet, lohnt es sich, das komplette System probezuliegen. Unsere Luxusmatratzen von King Koil, Avebury, Staples, Sleep Sense und Best Spring können Sie in jeder unserer Filialen testen, am besten mit einem Beratungstermin.
Häufige Fragen
Welche Matratze ist die beste für ein Boxspringbett?
Eine Taschenfederkernmatratze, deren Federsystem auf den Unterbau abgestimmt ist. Sie nutzt die doppelte Federung des Boxspringbetts voll aus.
Kann ich eine Kaltschaummatratze auf ein Boxspringbett legen?
Möglich ist es, sinnvoll meist nicht: Ohne Federn in der Matratze geht ein großer Teil des typischen Boxspring-Komforts verloren.
Wie hoch ist eine Boxspringmatratze?
Je nach Modell etwa 20 bis 40 cm. Die King Koil Continental misst rund 30 cm, die Continental Deluxe Cashmere Silk rund 40 cm.
Gibt es Boxspringmatratzen in Sondergrößen?
Ja. King Koil und Avebury fertigen Matratzen auf Wunsch nach Maß, auch in Überlänge.


