Morgens verspannt aufwachen und tagsüber ist es besser: Viele fragen sich dann, ob die Matratze schuld ist. Eine Matratze ist kein Heilmittel, aber sie entscheidet mit, wie Ihr Körper die Nacht verbringt.
Inhalt
Zuerst: ärztlich abklären
Rückenschmerzen haben viele mögliche Ursachen. Wer länger oder stark Schmerzen hat, sollte das ärztlich abklären lassen, bevor er eine neue Matratze kauft. Dieser Ratgeber beschreibt, worauf es bei der Matratze ankommt, nicht, wie man Schmerzen behandelt.
Woran Sie merken, dass die Matratze nicht mehr passt
- Sie wachen morgens verspannt auf, und das bessert sich im Lauf des Tages.
- Die Matratze hat sichtbare Kuhlen oder Sie rollen zur Mitte.
- Sie schlafen in anderen Betten, etwa im Hotel, deutlich besser.
- Die Matratze ist schon viele Jahre alt.
Was eine gute Matratze leisten soll
Im Liegen soll die Wirbelsäule ihre natürliche Form behalten. In der Seitenlage heißt das: Schulter und Becken sinken ein, die Wirbelsäule bleibt gerade. In der Rückenlage wird die Lendenwirbelsäule gestützt, ohne dass das Becken durchhängt.
Das gelingt am besten mit einer Matratze, die punktgenau nachgibt. Bei einem Taschenfederkern sind die Federn einzeln eingenäht und reagieren dort, wo sie belastet werden. Ein Federkern mit mehreren Zonen kann zusätzlich an Schulter und Becken nachgiebiger sein. Mehr dazu im Beitrag Taschenfederkern.
Zu hart oder zu weich?
Lange galt: Bei Rückenproblemen möglichst hart liegen. Das ist so pauschal nicht richtig. Eine zu harte Matratze drückt in der Seitenlage Schulter und Hüfte nach oben, eine zu weiche lässt das Becken durchhängen. Gesucht ist der Härtegrad, bei dem Ihre Wirbelsäule gerade liegt, und der hängt von Größe, Gewicht und Schlafposition ab. Eine ausführliche Anleitung gibt Härtegrad der Matratze.
Gesucht ist die Matratze, auf der Ihre Wirbelsäule in Ihrer Schlafposition gerade liegt.
So prüfen Sie es beim Probeliegen
- Legen Sie sich in Ihre gewohnte Schlafposition, mindestens zehn Minuten.
- Bitten Sie jemanden, von der Seite auf Ihre Wirbelsäule zu schauen: Liegt sie in der Seitenlage gerade?
- Achten Sie in der Rückenlage darauf, ob unter dem unteren Rücken eine Lücke bleibt.
- Drehen Sie sich ein paar Mal: Kommen Sie leicht von einer Seite auf die andere?
Der Rest des Bettes zählt mit
Auch das Kopfkissen beeinflusst, wie der Nacken liegt, mehr dazu in Kissen: eine echte Kopfentscheidung. Und ein Topper kann eine zu feste Oberfläche angenehmer machen. Nach einem Bettwechsel braucht der Körper oft einige Nächte, um sich umzustellen, siehe Die ersten Nächte im neuen Bett.
Beratung mit Zeit
In unseren Filialen können Sie verschiedene Matratzen und Härtegrade direkt vergleichen. Mit einem Beratungstermin nehmen wir uns die Zeit dafür.
Häufige Fragen
Welche Matratze ist bei Rückenschmerzen die richtige?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wichtig ist, dass Ihre Wirbelsäule in Ihrer Schlafposition gerade liegt. Bei Beschwerden sollte die Ursache ärztlich geklärt werden.
Ist eine harte Matratze besser für den Rücken?
Nicht grundsätzlich. Zu hart ist genauso ungünstig wie zu weich.
Wie lange dauert die Umgewöhnung an eine neue Matratze?
Oft einige Nächte bis wenige Wochen, besonders wenn die alte Matratze durchgelegen war.


